Projektablauf und Anonymität

Projektablauf:

Der genaue Projektablauf des 360°-Führungskräfte-Feedbacks wird individuell auf die Vorstellungen und Zielsetzungen der Projektgruppe abgestimmt.

Ein idealtypischer Verlauf wird wie folgt skizziert:

Ein idealtypischer Verlauf

Datenschutz und Anonymität

Die ISPA consult verbürgt sich dafür, dass die Anonymität bei der Datenerhebung des Feedbacks gemäß Datenschutzgesetz unter allen Umständen gewahrt wird. Die Sicherung der Anonymität ist beim 360°-Führungskräfte-Feedback eine wichtige Bedingung, um Mitarbeiter, Gleichgestellte und Kunden zu veranlassen, frei und offen Feedback zu geben. Niemand möchte sich und anderen schaden. Der Feedbackempfänger sollte daher keine Möglichkeit haben, die eingegangenen Beurteilungen einzelnen Feedbackgebern zuzuordnen; ausgenommen davon ist lediglich das Feedback des direkten Vorgesetzten.

Die Anonymität wird gesichert, indem die individuellen Beurteilungen der Mitarbeiter, Gleichgestellten und Kunden von ISPA consult gesammelt werden und nach den unterschiedlichen Gruppen von Feedbackgebern aggregiert und erst dann dem Feedbacknehmer zum Vergleich zugänglich gemacht werden. Die Anonymitätssicherung gilt sowohl für die Print- als auch für die Online-Version

Vorab geklärt werden muss für alle Beteiligten am Feedbackprozess, ob und wem die Ergebnisse außer dem Feedbacknehmer noch zur Verfügung gestellt werden (z. B. dem Vorgesetzten, dem Personalleiter) und welchen Zwecken die Informationen dienen soll (z. B. PE- und OE-Maßnahmen, Personalauswahl, Bemessung der leistungsabhängigen Vergütung etc.)

Varianten des Führungskräfte-Feedbacks

Die Zahl der Feedbackgeber kann variieren. Verzichtet man z. B. auf die Kundenbefragung wird häufig von 270° - Feedback gesprochen; bei Verzicht auf weitere Feedbackgeber von 180° - oder 90° - Feedback. Unterschiedliche Auffassungen bestehen, ob die Selbsteinschätzung als eigene Perspektive mitgezählt werden sollte oder auch nicht.

Risiken des 360° -Führungskräfte-Feedbacks
  • Verletzungsgefahr des Feedbacknehmers durch Kritik der Feedbackgeber, die als ungerechtfertigt betrachtet wird
  • Keine oder nur geringe Chance, etwaige Kritik der Feedbackgeber zu hinterfragen bzw. durch Beispiele zu spezifizieren (Ursache: Anonymitätssicherung)
  • Verunsicherung des Feedbacknehmers durch kritische „Rundum-Beurteilung" bei geringem Selbstbewusstsein
  • Wahrgenommener Anpassungsdruck auf Feedbacknehmer durch konkrete Rollenerwartungen des Umfelds
  • Feedback-Vergleich im Wesentlichen begrenzt auf das, was Vorgesetzten, Mitarbeitern, Gleichgestellten und Kunden bekannt und auch dem Feedbacknehmer bewusst ist.

Die Risiken können nie ganz ausgeschlossen, aber erheblich reduziert werden so z. B. durch sorgfältige Vorbereitung des 360°-Führungskräfte-Feedbacks, transparente Information und Kommunikation und sensibler Umgang mit den gewonnen Daten. 360° -Führungskräfte-Feedback setzen eine gesicherte Vertrauensbasis voraus.